Whatsapp und Instagram nun mit Namenszusatz „Facebook“. Doch die Namensänderung geschieht nicht freiwillig.

Viele Nutzer wussten bisher nicht das beide Dienste zu Facebook gehören und ihre Daten dort gesammelt werden.

Zwei der wichtigsten Apps der Welt erhalten einen neuen Namen. Wer Whatsapp-Nachrichten verschickt oder Bilder auf Instagram teilt, wird künftig zweifelsfrei wissen, bei welchem Unternehmen die Daten zusammenfließen: „Whatsapp von Facebook“ und „Instagram von Facebook“ lassen keinen Zweifel, dass Mark Zuckerberg nicht nur das größte soziale Netzwerk, sondern auch den größten Messenger und die größte Fotoplattform besitzt.

App-Entwicklerin Jane Manchun Wong hatte bereits Ende März erste Hinweise auf die Namens Anpassung entdeckt. Nun hat das Technik internet Portal „The Information“ ihren damaligen Hinweis bestätigt und über Facebooks Pläne berichtet. Demnach wird der Name fast überall geändert, auch in den App-Stores für Android und iOS taucht bald die neue Bezeichnung auf. Lediglich auf den Homescreens soll es beim ursprünglichen Titel bleiben. Wohl aus dem Gund, da ein mehrzeiliger Name da auch gar keinen Platz hätte.

Facebook hat noch einen wesentlich schlechteren Ruf als Instagram und Whatsapp

Facebook hatte die beiden Unternehmen vor vielen Jahren aufgekauft. Die Übernahmen von Instagram (2012) und Whatsapp (2014) gelten aus heutiger Sicht als wichtige Faktoren für Facebooks Erfolg. Während die „blaue App“, wie das soziale Netzwerk intern genannt wird, seit Jahren von vielen Skandalen erschüttert wird und sich einen Datenschutzverstoß nach dem anderen leistet, haben Instagram und Whatsapp bei den meisten Nutzern einen vergleichsweise noch guten Ruf. Vielen Menschen dürfte bis heute nicht klar sein, dass diese beiden Unternehmen zu Facebook gehören, und alle Daten im Konzern geteilt werden. Dies bedeutet es finden auch dort die gleichen, nahezu kriminellen Dinge statt, zum Beisspiel die Weitergabe von Daten und Posts, wie auch bei Facebook selbst.

Viele User wurden durch die Weitergabe ihrer Daten geschädigt

Zum Zeitpunkt der Übernahmen hatte Instagram und Whatsapp alle ihre Nutzer belogen, indem sie verprachen, absolut unabhängig und fair zu bleiben. Niemand müsse sich Sorgen machen, dass ihre Daten bei Facebook landen. Doch nach einigen Jahren der Unabhängigkeit begann Facebook Chef Zuckerberg beide Zukäufe mit Facebook komplett zu verschmelzen.

Dieses miese Verhalten konnten die beiden Gründer von Instagram- und auch beide Whatsapp-Gründer nicht ertragen. Sie waren bei den Übernahmeverhandlungen schlicht und einfach betrogen worden. Alle verliesen inzwischen ihre ihre Posten und kritisieren Zuckerbergs Machtspiele nun öffentlich. Mittlerweile werden deshalb beide Dienste von willfährigen Facebook-Managern geleitet.

Doch die Namensänderung geschieht nicht freiwillig

Zuckerberg will wohl erreichen, dass der Erfolg von Instagram und Whatsapp ein wenig auf Facebook abstrahlt, das mittlerweile sinkende Userzahlen aufeist, und damit auf dem absteigenden Ast ist. Zumindest aus Sicht vieler Nutzer werden die neuen Namen wohl den gegenteiligen Effekt auslösen. Insbesondere bei jüngeren Menschen gilt Instagram immer noch als als hip und cool, während sie sich von Facebook bewusst fernhalten oder dort höchstens als Karteileichen auftauchen. Den wer will schon in einem sozialen Netzwerk seine Erlebnisse austauschen, wo auch seine Eltern und Großeltern, und evenuell sogar sein Lehrer oder Chef zugegen sind?

Facebook Gründer Mark Zuckerberg steht inzwischen mit dem Rücken zur Wand

Auch die Politik macht Druck, es droht die Zerschlagung

Facebook steht vor gewaltigen Schwierigkeiten. So hat auch die drohende Regulierung des illegalen Datensammlers Facebook eine Rolle gespielt. Immer mehr Politiker fordern öffentlich auf, Facebook zu zerschlagen. Weltweit ermitteln Datenschützer, und Kartellbehörden prüfen, ob und wie sich Facebook regulieren lässt. Erst am Donnerstag berichtete das Wall Street Journal, dass die US-Handelskommission FTC untersuche, ob Facebook sich mit Übernahmen von Instagram und Whatsapp auf rechtswidrige Art und Weise Konkurrenz vom Leib gehalten hat.

Unter anderem nutzte Facebook den dubiosen VPN-Dienst Onavo und sammelte so heimlich Daten über das Nutzerhalten. Diese Einblicke haben auch maßgeblich zur Entscheidung beigetragen, Whatsapp zu kaufen.

www.wirtschaft.life
Das unzensierte Wirtschafts- und Finanzmagazin