Sechs-Jahres-Hoch beim Gold dank Handelsstreit, chinesischer Yuan wertet ab

Goldpreis steigt auf fast 1500 Dollar. Unter Investoren gilt Gold als Krisenwährung. Mit der Abwertung der chinesischen Währung im Handelsstreit ist das Edelmetall so nachgefragt wie lange nicht.

Die Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen China und den USA sowie der Vorwurf Washingtons an die Regierung in Peking, die eigene Währung aus Wettbewerbsgründen zu manipulieren, haben den Preis für Gold Chart zeigen stark ansteigen lassen. In der Nacht zu Dienstag kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London zeitweise fast 1475 Dollar und damit so viel wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Zuvor hatten sich angesichts der Spannungen auch Anleger an der Börse in großem Stil von Wertpapieren getrennt. Inzwischen haben die Turbulenzen etwas nachgelassen. Der deutsche Aktienmarkt etwa hat sich moderat erholt – und stieg zwischenzeitlich um bis zu 0,8 Prozent. Zuletzt notierte der Leitindex Dax Chart zeigen noch 0,35 Prozent höher.

Der MDax Chart zeigen, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, legte um 0,59 zu. Der EuroStoxx 50 Chart zeigen, der die größten Unternehmen der Eurozone abbildet und als Leitindex der europäischen Werte gilt, rückte um rund 0,4 Prozent vor. Auch der Goldpreis stabilisierte sich im Tagesverlauf auf hohem Niveau. Das Edelmetall wurde am Nachmittag etwa bei 1463 Dollar je Feinunze gehandelt.

Viele Anleger schätzen die Wertstabilität von Gold auch in Krisenzeiten. Der Preis: Es wirft weder Zinsen noch Dividenden ab und hat auf lange Sicht bisher nur halb so viel Rendite gebracht wie Aktien. Edelmetallhändler beobachten aber bereits seit Anfang Juni einen Preisanstieg. In dieser Zeit hat das Edelmetall etwa 14 Prozent an Wert gewonnen.

Chinesische Währung Yuan hat deutlich abgewertet

Der Yuan auf dem tiefsten Stand seit 2008. Die USA werfen China vor seine Währung zu manipulieren.

Für leichte Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte Händlern zufolge der Umstand, dass China seine Währung am Dienstag wieder etwas aufwerten ließ. Auch der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte zu Handelsbeginn leicht um 0,6 Prozent zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,4 Prozent höher. Dass China die abrupte Abwertung überhaupt genehmigte, kann einem Analysten zufolge aber auch auf weitere Schritte in dem Handelskonflikt hindeuten.

Das Absinken der Börsenkurse ist eine Reaktion auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump Ende vergangener Woche: Er hatte davon gesprochen, chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von zehn Prozent zu belegen. Trump begründete dies auch damit, dass China nicht, wie eigentlich zugesagt, mehr Agrarprodukte aus den USA kaufe. Peking kündigte daraufhin Gegenmaßnahmen an – etwa den Verzicht auf den Import von Agrarprodukten aus den USA. Am Montag wurde auch die chinesische Währung Yuan deutlich abgewertet, die USA warfen China daraufhin offiziell Währungsmanipulationen vor. Peking weist den Vorwurf zurück.

Das Abrutschen des Yuan sorgte für große Unruhe an den Börsen. Angesichts der für Anleger schwierigen Lage hat auch der Bitcoin wieder an Wert gewonnen. Der Kurs für die Digitalwährung stieg auf über 12.000 Dollar. In den vergangenen Wochen hatte der Bitcoin Chart zeigen stark geschwankt. Ende Juni stieg der Kurs mit knapp 14.000 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2018 – und fiel dann bis Ende Juli auf rund 9000 Dollar zurück.

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